„Dirty Cops: War On Everyone“ – Filmkritik

Irrwitzig und verschroben

© 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Dirty Cops: War On Everyone © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Die Actionkomödie Dirty Cops: War On Everyone handelt von den zwei korrupten Bullen Terry (Alexander Skarsgård) und Bob (Michael Peña), die in Albuquerque jeden Kriminellen besteuern, der ihnen zwischen die Finger kommt. Den Kern des Films bildet ihr Versuch, die Beute eines Raubs zu ergattern. Dabei nehmen sie uns mit auf Streife durch einen Film voll irrwitziger Momente und verschrobener Charaktere.

Starsky & Hutch mit Blut und Ausdrücken

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Dirty Cops: War On Everyone © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Dirty Cops: War On Everyone erinnert an Starsky & Hutch, die Verfilmung der Kult-Serie aus den Siebzigern, mit Ben Stiller und Owen Wilson in den Hauptrollen. Terry und Bob tragen ebenfalls stets Anzug und heizen meist in Terrys Muscle Car durch die Straßen Albuquerques. Sie haben sogar einen schwarzen Informanten (Malcolm Barrett), der sie ironisch fragt, ob er denn jetzt ihr Huggy Bear sei.

Doch Dirty Cops hat im Vergleich zu der Komödie aus dem Jahr 2004 in Sachen schwarzer Humor, Blut und Ausdrücke ein paar Zähne zugelegt. Und keiner der beiden Polizisten ist ein guter Bulle, beide sind recht asozial. Terry ist ein saufendes Raubein, dessen traumatische Vergangenheit ihn nicht loszulassen scheint, und Bob, wenn er nicht gerade Anekdoten erzählt, beleidigt gern seine Kinder … und jeden, der ihn sonst noch so nervt.

Mit Charme, ohne Schirm und Melone

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Dirty Cops: War On Everyone © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Solche eigentlich nicht liebenswerten Charaktere sympathisch werden zu lassen, erfordert viel Charme. Michael Peña (Herz aus Stahl, End of Watch) schafft diese Herausforderung ohne Mühen. Er beweist in Dirty Cops: War On Everyone nach Ant-Man ein weiteres Mal sein komödiantisches Talent. Alexander Skarsgård (Legend of Tarzan, Battleship) fällt das hingegen etwas schwerer. Es scheint, als müsse er sich erst noch an das Genre gewöhnen. Unterstützung bekommt Skarsgård in Form von Tessa Thompson (Selma, Creed – Rocky’s Legacy), die seine Freundin spielt. Was ihm an Charme fehlt, gleicht sie in ihren wenigen Szenen aus.

Die Figuren, die man wirklich nicht mögen soll, erfüllen hingegen durch die Darstellungen ihrer Schauspieler ihre Aufgabe mit Bravour – mit den Antagonisten möchte man keine Zeit verbringen. Es fällt jedoch etwas schwer, Theo James (Die Bestimmung – Insurgent, Die Bestimmung – Divergent) den furchteinflößenden Bösewicht abzunehmen. Die Rolle des hochnäsigen Adligen passt ihm dafür wie maßgeschneidert. Und auch Caleb Landry Jones (X-Men: Erste Entscheidung, Contraband) überzeugt als dessen wieseliger Handlanger Birdwell.

Drück ein Auge zu wie Birdwell

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Dirty Cops: War On Everyone © 2016 Constantin Film Verleih GmbH

Ohne zu viel verraten zu wollen: macht es wie besagter Birdwell und drückt ein Auge zu, was die Logik angeht, wenn ihr Dirty Cops: War On Everyone anschaut. Der Film ist bei weitem nicht perfekt. Einige Szenen fühlen sich unnötig an, andere hören abrupt auf – was das Editing angeht, hat der Film noch Luft nach oben. Dennoch hat Regisseur John Michael McDonagh (Am Sonntag bist du tot, The Guard – Ein Ire sieht schwarz) mit Dirty Cops: War On Everyone eine kurzweilige Komödie geschaffen, mit der man  viel Spaß haben kann. Der Film ist unterhaltsam und entlockt immer wieder Lacher – zumindest, wenn man auf tiefschwarzen Humor steht.

Gofilm City-Prädikat: Wait! Warte, bis er im Fernsehen läuft.

Randnotiz: Laut Michael McDonagh, der den Film auch geschrieben hat, war er betrunken, als ihm die Idee zum Film kam.

Der Film startet am 17. November 2016.

 

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2 Antworten

  1. 8. Dezember 2016

    […] Ähnliche News: Ist Dirty Cops: War on Everyone so dreckig, wie der Titel verspricht? Erfahrt es in der Filmkritik […]

  2. 6. April 2017

    […] Die Filmkritik zu Dirty Cops: War on Everyone […]

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